Wegfall des Nachbarschaftshilfe-Portals

Sehr geehrte Nachbarschaftshelferinnen, sehr geehrte Nachbarschaftshelfer,

 

die Verordnung der Sächsischen Staatsregierung zur Anerkennung und Förderung von Betreuungs- und Entlastungsangeboten ermöglicht es seit dem 01.01.2016 Nachbarschaftshelfer in der Datenbank PflegeNetz Sachsen (https://www.pflegenetz.sachsen.de/) aufzuführen. Sofern Ihrerseits eine Einverständniserklärung vorliegt, können hier Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, fakultativ auch Adresse Ihrer Homepage, Ihrem aktuellen Angebot, dessen Inhalt und die Höhe des Entgeltes aufgenommen werden. Pflegebedürftige Personen sowie deren Angehörige und ähnlich nahestehende Personen können hierdurch schnell und unkompliziert in ihrem Postleitzahlbereich nach passenden Nachbarschaftshelfern recherchieren und Kontakt aufnehmen.

 

Somit läuft das Portal der Nachbarschaftshilfe parallel zum PflegeNetz Sachsen und wird aufgrund dieser Doppelstruktur zum 31.03.2017 außer Betrieb genommen und deaktiviert. Da wir Ihre im Portal hinterlegten Daten nicht automatisch überführen können und dürfen, bitten wir Sie, das Formular zur „Veröffentlichung und Weitergabe von Daten zur Bereitstellung in der Datenbank „PflegeNetz Sachsen“ und in der regionalen Vergleichsliste gemäß SGB XI“ auszufüllen und bei Ihrer Pflegekasse einzureichen. Dadurch wird den pflegebedürftigen Personen der Zugang zu Ihren Daten weiterhin gewährleistet.

 

Unter folgendem Link steht Ihnen das Formular zum Download bereit:

https://nachbarschaftshilfe-sachsen.de/images/pflegenetz_veroeffentlichung-und-weitergabe-von-daten-zur-bereitstellung-in-der-datenbank.pdf

 

Für Rückfragen stehen wir und Ihre Pflegekasse Ihnen gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Bianka Linz und Kerstin Hunger

neue Pflegekursanbieterliste

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf unserer Webseite finden Sie ab sofort eine aktualisierte Liste der Pflegekursanbieter. Wir freuen uns, Ihnen nunmehr 39  Kursanbieter nennen zu können, die im Freistaat Sachsen Grund- und Aufbaukurse zum Unterstützungsangebot der Nachbarschaftshilfe durchführen.

Herzliche Grüße

Ihr Team der Koordinierungsstelle

Alltagsbegleitung und Nachbarschaftshilfe bei MDR Aktuell Das Nachrichtenradio

Sehr geehrte Interessierte,

am Mittwoch, den 01.03., beantwortete Frau Staatsministerin Klepsch der Radiomoderatorin des Senders „MDR Aktuell Das Nachrichtenradio“ Andrea Jope, Fragen rund um das Landesprogramm der Alltagsbegleitung und des Unterstützungsangebotes der Nachbarschaftshilfe.

Da das Interview nur zeitlich begrenzt in der Mediathek auffindbar ist ("Die sächsische Koordinierungsstelle für Alltagsbegleitung" unter http://www.mdr.de/mediathek/infothek/audio-310140.html), können Sie das Gespräch hier nachlesen:

Andrea Jope: Wer im Alter gebrechlich ist und / oder allein ist, der fühlt sich oft verloren und einsam. Es gibt aber Möglichkeiten, diesen Zustand zu ändern. Alltagsbegleiter und Nachbarschaftshelfer können den Senioren den Tag verschönern. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz hat ein spezielles Landesprogramm initiiert, mit einer Koordinierungsstelle. Frage an die zuständige Staatsministerin, Barbara Klepsch: Frau Klepsch, Einsamkeit im Alter, ein Problem, dass sich auch im aktuellen Generali Altersreport 2017 womöglich widerfinden wird.
Deshalb dieses sächsische Hilfsmodell? Was wollen Sie genau?

Barbara Klepsch: Ja, wir haben seit ein paar Jahren Alltagsbegleiter im Freistaat Sachsen fest installiert. Insgesamt gibt es zurzeit 85 Projekte mit insgesamt 1300 Alltagsbegleitern. Unser Ziel ist, dass eben diese Alltagsbegleiter kleine Botengänge erledigen, bei Hilfsarbeiten zur Seite stehen oder eben auch gemeinsame Zeit mit unseren betagten Menschen verbringen. Wir wollen gezielt mit Alltagsbegleitern Senioren unterstützen damit sie nicht einsam zuhause sind.

Andrea Jope: Wie wird denn das bisher angenommen von den Senioren?

Barbara Klepsch: Es wird von Jahr zu Jahr besser angenommen. Wie gesagt, 1300 Alltagsbegleiter sind zurzeit unterwegs. Die Rückkopplung, die ich habe oder die Gespräche, die ich führe, werden durchweg positiv reflektiert. Sowohl bei den Alltagsbegleitern, sie werden noch gebraucht, aber eben auch vor allen Dingen bei den älteren Menschen. Sie haben dadurch die Möglichkeit, länger in ihren eigenen vier Wänden zu bleiben. Das ist ja unser gemeinsames Ziel. Und sie können dadurch am Leben teilhaben und sind nicht einsam in ihren eigenen Wänden.

Andrea Jope: Arbeiten die Alltagsbegleiter ehrenamtlich oder werden sie bezahlt?

Barbara Klepsch: Also unsere Alltagsbegleiter sind ehrenamtlich, aber sie erhalten eine geringe monatliche Aufwandsentschädigung von 80 Euro. Das bedeutet, dass sie mindestens 32 Stunden im Einsatz sind. Und wenn ein bisschen weniger Einsatzzeit ist, was ja durchaus auch möglich ist, dann reduziert sich ebenfalls auch der Betrag von den 80 Euro entsprechend.

Andrea Jope: Wer kann sich denn dafür melden? Wer kann sich als Alltagsbegleiter sozusagen bewerben? Gibt es da bestimmte Voraussetzungen?

Barbara Klepsch: Eigentlich kann sich jeder melden. Jeder, der noch eine freie Hand hat und jeder, der gerne helfen möchte, der gerne einem betagten Menschen Unterstützung geben möchte. Ausgeschlossen sind Personen, die bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert sind oder in der häuslichen Gemeinschaft leben, die sind ausgeschlossen. Aber alle anderen, die noch ein bisschen Zeit haben und gerne helfen möchten sind bei uns willkommen.

Andrea Jope: Wie ist das mit den Nachbarschaftshelfern? Wo ist der Unterschied zu Alltagsbegleitern?

Barbara Klepsch: Also Alltagsbegleiter helfen, wenn der ältere Mensch noch nicht pflegebedürftig ist. Und der Nachbarschaftshelfer setzt genau dann dort an. Weil oftmals ist es ja doch ein fließender Übergang von dem Zuhause leben und dann doch eine Pflegebedürftigkeit bekommen. Und dort steigt der Nachbarschaftshelfer ein. Auch er hilft im Unterschied zur professionellen Pflege. Er unterstützt den Tagesablauf, er unterstützt bei Spielenachmittagen oder Unterhaltungen. Er geht auf Spaziergänge mit. Also auch dort sind mehr die zwischenmenschlichen Tätigkeiten im Vordergrund. Und die Finanzierung bei den Nachbarschaftshelfern wird durch die Pflegekasse des Pflegebedürftigen übernommen. Das kann von monatlich 104 Euro als Grundbetrag bis hin zu 208 Euro monatlich dann als erhöhter Betrag erstattet werden. (Anmerkung der Koordinierungsstelle: Seit dem 01.01.2017 stehen hierfür einheitlich 125 Euro im Rahmen des Entlastungsbetrages zur Verfügung.)

Andrea Jope: Nun wurde ja eine Koordinierungsstelle eingerichtet im Auftrag vom. Was kann die?

Barbara Klepsch: Also unsere Koordinierungsstelle koordiniert eben genau diejenigen, die sagen „ich möchte“ und die Träger, die letztlich Alltagsbegleiter und Nachbarschaftshelfer dann weiter vermitteln. Also man meldet sich bei der Koordinierungsstelle und dort wird man dann quasi an die Hand genommen und zum entsprechenden Träger weitervermittelt.

Unser Ziel ist im Freistaat Sachsen: Wir wollen sowohl ambulante Leistungen, also ambulante Pflegedienste, Nachbarschaftshelfer, Alltagsbegleiter und dann eben stationäre Einrichtungen miteinander verknüpfen. Wir wollen die familiären nachbarschaftlichen und ehrenamtlichen Angebote untereinander strukturiert verknüpfen und dafür ist dann auch die Koordinierungsstelle mit verantwortlich. Also für uns sind die Alltagsbegleiter und die Nachbarschaftshelfer ganz wesentliche Partner für unsere älteren Menschen, ganz wesentlich, ganzwichtig für die Seniorenarbeit im Freistaat Sachsen.

Andrea Jope: …sagt Barbara Klepsch, Staatsministerin am Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz in Dresden.

Einen herzlichen Dank an Frau Klepsch und den Mitteldeutschen Rundfunk!

Benötigen Sie weitere Informationen? Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

Herzliche Grüße

Ihr Team der Koordinierungsstelle

Neujahrswünsche

Das Team der Koordinierungsstelle wünscht allen Lesern ein gesundes und glückliches Jahr 2017!

 

Am 01.01.2017 trat das Pflegestärkungsgesetz II in Kraft. Wesentliche Änderungen, welche das anerkannte Angebot zur Unterstützung im Alltag (bis 31.12.2016 "niedrigschwelliges Angebot") der Nachbarschaftshilfe betreffen die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs sowie die Höhe des Entlastungsbetrages (bis 31.12.2016 Entlastungs- und Betreuungsleistungen).

 

Anstelle der drei Pflegestufen und der "Pflegestufe 0" werden pflegebedürftige Personen in fünf Pflegegrade eingestuft. Ausschlaggebend hierfür ist der Grad der Selbstständigkeit. Somit orientiert sich der Pflegegrad an den Bedürfnissen, individuellen Lebenssituationen und individuellen Beeinträchtigungen und Fähigkeiten.

 

Jeder pflegebedürftigen Person steht ein monatlicher Entlastungsbetrag von in Höhe von 125 Euro zur Verfügung, der für Unterstützungsangebote im Alltag genutzt werden kann. Die Umwidmung des nicht in Anspruch genommenen Pflegesachleistungsbudgets von 40% ist auch weiterhin möglich.

 

Bei spezifischen Fragen hierzu hilft Ihnen Ihre Pflegekasse gern weiter.

 

Auch in diesem Jahr stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite. Sie erreichen uns von Montag bis Freitag in der Zeit von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr unter der Rufnummer 0371-918984619.

 

Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.

(Antoine de Saint-Exupéry)

 

Herzliche Grüße,

Ihr Team der Koordinierungsstelle

Weihnachtsgrüße

Liebe Pflegekursanbieter,

liebe Nachbarschaftshelferinnen,

liebe Nachbarschaftshelfer,

 

der Jahresausklang ist eine Zeit der Besinnung, des Rückblicks auf vergangene Zeiten und der Vorfreude auf das Kommende. Sie ermöglichen es, dass auch die von Ihnen betreuten und entlasteten Personen zuversichtlich in das Jahr 2017 blicken können.

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.
Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
dass die kleinste Welt die größte ist.

Joachim Ringelnatz

Wir bedanken uns für die vielen schönen Momente, die pflegebedürftige Personen und Personen mit einem erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung mit Ihnen erleben durften. Zudem bedanken wir uns für das von Ihnen entgegen gebrachte Vertrauen und die schöne Zusammenarbeit.

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Angehörigen eine besinnliche Weihnachtzeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

 

Herzlichst,

Ihr Team der Koordinierungsstelle